Der Verein ist als Initiative von Bewohnerinnen und Bewohnern der Lenzsiedlung vor 37 Jahren (1977) entstanden, zunächst mit der Aufgabe, offene Angebote für Jugendliche, später auch für Kinder zu entwickeln. Im Laufe der Jahre kamen das Bürgerhaus mit seiner Gemeinwesenarbeit, der Pädagogische Mittagstisch, und das Musikprojekt hinzu.

Die Lenzsiedlung und die Arbeit des Vereins wurden mit unterschiedlichen Preisen ausgezeichnet:

2004      Bundesauszeichnung „Preis soziale Stadt“
2005      Landes- und Bundessieger „Netzwerk Nachbarschaft“
2006      Bundesauszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“
2007      Preis der BürgerStiftung und „Familie gewinnt“ des Hamburger Senats
2009      „Anstiften“ der Körberstiftung
2009      2. Preis „Familie gewinnt“
2010      MOPO/ PSD Bank Stadtteilpreis
2011      Bundesauszeichnung „Das schönste Nachbarschaftsfest“ des Netzwerk Nachbarschaft
2014      Preisträger „Die schönsten Nachbarschafts-Aktionen 2014“ des Netzwerk Nachbarschaft
2014      Qualitätspreis der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen
             (gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Bezirks Eimsbüttel)
2015      Preisträger des Budnianer-Hilfe Preises 2015 für das Projekt each1teach1
             (mehr zur Auszeichnung hier)

 

 

Kontakt
Lenzsiedlung e.V.
Ralf Helling
Julius-Vosseler-Str. 193
22527 Hamburg
Tel.: (040) 43 09 67-30
Email: verein@lenzsiedlungev.de

 

 

    Der Vorstand des Lenzsiedlung e.V. und der Geschäftsführer

               
         
 

 Christian Lorentz
 1. Vorsitzender

   Britta Blank
 2. Vorsitzende
   Antje Albrecht
 Kassenwärterin
   Ralf Helling
 Geschäftsführer

 

Lenzsiedlung e.V.:  Gestern – Heute – Morgen

Zwischen 2000 und 2012 gab es eine starke inhaltliche Einbindung in die verschiedenen Phasen der Stadtteilentwicklung. In dieser Zeit erfuhr die Arbeit des Vereins einen nachhaltig wirkenden qualitativen Sprung durch die stark beteiligungsorientierte Quartiersarbeit; es gab Workshops mit Anwohnerinnen und Anwohnern zur Gestaltung des Wohnumfeldes, zu inhaltlichen Bedarfen und zur Gestaltung des neuen Bürgerhauses, das in 2010 fertig gestellt wurde.

Mit Auslaufen der Quartiersentwicklung übernahm der Verein Aufgaben der Nachsorge, wie etwa die Öffentlichkeitsarbeit und Herausgabe der Nachbarschaftszeitung Lenzlive, das Nachbarschaftsfest, die Mitgestaltung des Stadtteilbeirats oder die Ausrichtung von Deutschkursen und bewerbungs- und berufsunterstützende Beratung.

Durch den Aufbau eines Familientreffs (LenzTreff) und Angeboten für ältere Menschen (Seniorentreff „Alt und Jung“) erfährt der Verein in 2013 eine nun auch behördlich geförderte und explizit generationsübergreifende Ausrichtung. Die Interessen und Bedarfe verändern sich permanent in allen Altersgruppen analog zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Angebote werden teilweise unterjährig diesen Bedarfen angepasst.

Heute ist Lenzsiedlung e.V. im Quartier und darüber hinaus in verschiedensten Themen und mit unterschiedlichen Angeboten präsent, breit vernetzt und ist verlässliche Anlaufstelle für diverse Bildungseinrichtungen (z.B. Universitäten), Menschen im Stadtteil und Informationsquelle für Politik und Öffentlichkeit/ Presse.

Quer zu den unterschiedlichen Arbeitsbereichen sieht sich Lenzsiedlung e.V. in der Verantwortung Angebote zu entwickeln, die zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Förderung der Handlungskompetenz der Menschen im Quartier beitragen. Alle Angebote sind niedrigschwellig und offen gestaltet, um den Menschen den Zugang so leicht wie möglich zu machen.

Der Verein beschäftigt mittlerweile zehn Mitarbeiter, die auf die Bereiche Kinder und Jugendliche, Erwachsene, Familien, Senioren, Stadtteilarbeit sowie Verwaltung und Management aufgeteilt sind. Geringfügig Beschäftigte und ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen so wie Honorarkräfte machen das Team komplett.

Eine breite Vernetzung und intensive Kooperation mit anderen Einrichtungen sorgt für den Austausch von Wissen und ermöglicht eine bessere Angebotsstruktur durch das Teilen von Ideen und Ressourcen. Die Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Institutionen erhöht dabei die Qualität der Arbeit und trägt zur Verbesserung des Images der Lenzsiedlung bei.

Diese Erfahrungen lassen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wissenden Gestaltern von Veränderungsprozessen werden. Ohne deren Engagement, Know-how und deren Mut, der in zukunftsunsicheren Zeiten unabdingbar ist,  wäre die langjährig gute Arbeit nicht möglich. Der Verein ist für die Zukunft gut aufgestellt.

Die 1.300 m² Gebäude- und 4.000 m² Außenfläche muss der Verein – anders als viele Einrichtungen, deren Gebäude der Stadt gehören –  als Eigentümer selbst refinanzieren und instand halten.  Finanziert werden die Bereiche des Vereins durch öffentliche Zuwendung seitens der Fachbehörden (BASFI) bzw. des Bezirks Eimsbüttel. Geld für Instandhaltung als auch für Inhalte und Angebote müssen zu großen Teilen durch Eigen- bzw. Drittmittel finanziert werden, d.h. über Raumvergabe, Kooperationen und Fundraising.

Im Rahmen der europaweiten Debatte um die „Schuldenbremse“ geraten in den letzten Jahren Kürzungen ins Visier politischer Einsparbestrebungen, die verschiedene Bereiche des Vereins betreffen. Seit 2013 sind der Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit mit 10 % und das Musikprojekt komplett von den Sparmaßnahmen des Senats betroffen und unwiderruflich gekürzt.

Mit Blick auf die behördliche Finanzierungspraxis  und –zukunft sozialer Projekte wird die Kooperation mit Unternehmen und Partnern immer wichtiger für uns. Gleichzeitig sehen wir hier neue Chancen auf Know-how Transfer, inhaltliche Bereicherungen in der Zusammenarbeit und gemeinsame Erfahrungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf jenen Projekten, die für alle Beteiligten – sozial, ökologisch und finanziell – nachhaltig wirken können.