Das Zirkusprojekt

Sich eine Sache vorzustellen und dann zu erleben, dass sie in der Realität noch viel schöner ist, das passiert selten. Als mir vorgeschlagen wurde, am Zirkusprojekt teilzunehmen habe ich es mir ganz anders vorgestellt und natürlich sehr viel Arbeit vermutet. Und ja, es war sehr viel Arbeit, aber wie alles, was ich als Teil des Teams von Lenzsiedlung e.V. erlebt habe: es hat sich sehr gelohnt!

In diesem Jahr fand das Zirkusprojekt erstmalig in Kooperation zwischen Lenzsiedlung e.V., der Grundschule Lutterothstraße und dem Hortträger Stapellauf e.V. statt.
Die Zirkusschule Tribühne hat in gewohnt professioneller Manier Know-how und Magie mit uns geteilt und den Kindern erlaubt, ihre eigenen Talente zu entdecken.

Laura von Stapellauf e.V, Shoreh und ich von Lenzsiedlung e.V. haben die Kollegen/innen der Tribühne eine Woche lang unterstützt und die Kinder begleitet. Jedes Kind hat uns unglaublich viel von seinen ganz eigenen Fähigkeit des Lernens und seines Potentials gezeigt.
Die besondere nur Kindern eigene Energie hat uns Erwachsene gleichsam fasziniert, erschöpft und beglückt.

Für mich war alles neu, ich habe das erste Mal an dem Projekt teilgenommen, neue Erfahrungen gesammelt, in fröhliche Gesichter gesehen und Kinder kennen gelernt.

Am ersten Tag, der grau und regnerisch war, wie viele Tage hier in Hamburg, haben wir uns vor dem Kinderclub getroffen. Die Kinder waren nervös, aufgeregt und freuten sich auf das Zirkustraining! In der Schule haben wir den Tagesablauf für die Woche festgelegt. Nach dem stärkenden Frühstück gab es eine kleine Präsentation und eine Vorstellung der Kollegen/ innen von Tribühne.

Jeder junge Artist hat im Laufe der Woche seine artistischen Fähigkeiten geübt, um dann so schwierige Sachen wie Zaubertricks mit Tüchern und „Rola-bola“ vorzuführen. Bei allen Jungen und Mädchen waren die beeindruckenden Fortschritte ihrer Akrobatik zu beobachten.

Die ganze Welt der unterschiedlichen Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, des Glaubens und der verschiedenen Interessen ist in der Lenzsiedlung ebenso zu spüren wie bei den Kindern des Zirkusprojektes.
Und das war aus meiner Sicht auch exakt das Bezeichnende dieser Woche, dass die Heterogenität der Menschen in Harmonie etwas Gemeinsames zu Schaffen möglich und fruchtbar ist. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten wurden gebündelt zu einem gemeinsamen Ziel: die Abschlusspräsentation! Und dort war alles eins und alles wichtig!

Am 17. Oktober füllte sich der Saal der Lenzsiedlung mit Gesichtern voller Erwartung, Stolz und Freude.

Zunächst haben die kleinen im Theaterstil eine Nummer voller Emotion präsentiert.
Zwischen Bäckern, Clowns, Jongleuren, einem Landstreicher, einem ahnungslosen König und einer unvollständigen Uhr erhielt die Vorstellung einen tieferen Sinn, und zwar nicht nur die „Moral von der Geschichte“, sondern eher eine Lektion für das ganze Leben.
Im heutigen Leben, in dem jeder Tag uns lehrt, dass es wichtig ist, nicht zu vergessen, dass alles zusammen funktioniert, die Natur und die Menschen, wie eine Uhr, in dem jeder kleine Teil wichtig ist, damit die Uhr funktioniert. Und dabei ist es unwichtig, wie groß oder kompliziert das einzelne Teil ist, denn ALLE sind wichtig, damit die Uhr funktioniert.

Das Resümee? Ein voller Erfolg! Die Kooperation zwischen den verschiedenen Einrichtungen hat gut funktioniert.
Der große Applaus aber gehörte den Kindern, die uns mit ihrer Präsentation beehrt haben. Vielen

Dank!!! Wir sehen uns im nächsten Jahr!!!!

Argel